Warum manche Bilder beim Vergrößern ausfransen und andere für immer gestochen scharf bleiben.
Stell dir vor du hältst dein fertig gedrucktes Shirt in den Händen. Die Farben des DTF-Transfers leuchten brillant, die Haptik ist perfekt – doch bei genauerem Hinsehen bemerkst du, dass die Ränder deines Logos unscharf oder rau wirken. Genau an diesem Punkt entscheidet die Qualität deiner Druckdatei das Druckergebnis. Schauen wir uns gemeinsam an wo der Unterschied zwischen Pixel- & Vektorgrafiken liegt und wie du böse Überraschungen vermeidest.
Was sind Pixelgrafiken?
Wenn du ein Foto machst oder ein Bild in Photoshop gestaltest, dann erstellst du eine Pixelgrafik (auch Rastergrafik genannt). Dabei setzt sich das Bild aus Tausenden (oder Millionen) kleiner, farbiger Quadrate (den Pixeln) zusammen.
Eine Pixelgrafik hat große Vorteile. Wenn es um komplexe Farbverläufe, Schattierungen oder Fotorealistische Darstellungen geht, dann sind Pixelgrafiken unschlagbar. Ein Porträt oder eine Aquarell-Illustration lässt sich nur in einer Pixelgrafik darstellen.
Der Haken liegt woanders, denn Pixelgrafiken haben eine feste Größe. Zoomst du zu nah heran oder “ziehst” das Bild größer als es angelegt ist, dann werden die einzelnen Pixel sichtbar und die Grafik wirkt “verpixelt”.
Wie wichtig ist die Punktdichte?
Bei Pixelgrafiken hängt die Wiedergabequalität hauptsächlich von den Pixelmaßen der Grafik ab. Eine Pixelgrafik auf dem Computer selbst besitzt eigentlich gar keine qualitätsbestimmende Punktdichte. Zwar findet man in den Metadaten eine Auflösung in dpi (dots per inch) diese ändert aber gar nichts an dem Bild und der Qualität der Anzeige auf dem Monitor. Diese Werte bekommen erst eine Bedeutung, wenn Du diese Datei drucken willst.
Dein Bild muss bei der gewünschten Druckgröße mindestens 300dpi haben.
Ein Bild kann auf dem Monitor riesig wirken (weil Monitore meist nur 72 dpi benötigen) kann im Druck dann aber winzig klein sein.
Hast du eine Grafik mit einer Auflösung von 72 dpi und skalierst diese einfach hoch, so rechnet das Programm dann zwar Pixel dazu, nur kann das Bild dann unscharf oder verwaschen wirken.
Halbtransparenzen
Der wahrscheinlich wichtigste Punkt den man beachten muss, wenn man mit Pixelgrafiken im DTF-Druck arbeiten will: das Thema Halbtransparenzen
Da beim’ DTF-Druck in zwei Gängen zuerst die Farbe und dann die deckende Schicht weißer Tinte gedruckt wird, ist dieses Thema nicht zu unterschätzen!
Bei Pixelgrafiken (wie PNGs) gibt es an den Rändern oft “weiche Kanten” (sog. Anti-Aliasing) also Pixel die halbtransparent sind um den Übergang weicher zu machen. Diese Halbtransparenzen werden allerdings im’ RIP nicht erkannt, dem Drucker fehlt einfach die Möglichkeit weiche Transparenzen darzustellen, da wo Farbe gedruckt werden soll, wird immer eine fixe Menge weißer Tinte hinter druckt um zu gewährleisten, dass dein Motiv auch auf dunklen Textilien leuchtet.
Das Ergebnis: Ein unschöner, weißer Schein (Halo-Effekt) um dein Motiv herum.
Um dieses Problem zu lösen stelle deine Motive immer mit harten, 100% deckenden Kanten frei. Vermeide weiche Radiergummis oder auslaufende Schatten in’s Nichts.
Kleiner Tipp: Mit der Applikation DTPREP könnt ihr sicherstellen, dass eure Pixelgrafiken optimal für den DTF-Druck vorbereitet werden, dort könnt ihr auch einen Color-Knockout vornehmen wodurch ihr eure Designs auf’s nächste Level hebt.
Ihr könnt 20% auf euer Abo mit dem Gutscheincode: GODTF20 sparen!
Vektorgrafiken - errechnete Bilder
Im Gegensatz zu Pixelgrafiken werden Vektorgrafiken nicht mit einzelnen Pixelrastern, sondern mit mathematischen Funktionen beschrieben. Um also einen Kreis darzustellen braucht ein Vektor nichts weiter als den Radius, die Linienstärke und eventuell eine Farbe. Im Gegensatz zu einer Pixelgrafik besteht eine Vektorgrafik aus Ankerpunkten, diese erlauben es dem Grafiker sein Motiv auf eine beliebige Größe ohne Qualitätsverlust zu skalieren. Zusätzlich ist der Speicherverbauch von Vektorgrafiken sehr bescheiden.
Allerdings muss man auf fotorealistische Motive verzichten, die Stärke von Vektoren liegen in den grafischen Primitiven (Linien, Flächen, Kurven, Kreise, Typographie, usw.) womit sich Vektoren bestens für Logos, Schriftzüge und einfachen grafischen Darstellungen eignet.
Wir empfehlen also von Vektorgrafiken gebrauch zu machen, wenn ein Auftrag die Verwendung von Vektoren unmöglich macht.
Unser Supportservice
Wir unterstützen dich gerne bei der Erstellung deiner Druckgrafiken, unser Grafikteam steht jederzeit zur Seite und wir beraten dich, wenn du Fragen oder Unsicherheiten hast, gerne schauen wir uns auch deine Grafik im Vorfeld an und stellen so sicher, dass du das optimale Ergebnis aus deiner Bestellung rausholst.
Kontaktiere uns dafür gerne telefonisch, per Mail oder auf WhatsApp!
