Wie wir mit wenigen Handgriffen verlässliche Ergebnisse bekommen!
Jedes Pixel in einem digitalen Bild hat eine bestimmte Farbe. Um die dargestellte Farbe zu beschreiben gibt es unterschiedliche Farbsysteme oder auch Farbmodi. Für unsere Zwecke in der Vorbereitung von Druckdaten für die Weiterverarbeitung für DTF-Transfers interessieren uns vor allem zwei Farbsysteme RGB und CMYK. Beide Farbsysteme arbeiten unterschiedlich können aber nicht getrennt voneinander betrachtet werden, weil die Konvertierung von RGB Farben (wie sie in der Vorschau am Bildschirm angezeigt werden) zu den für den Druck gebräuchlichen CMYK Farben einige Sachen zu beachten sind, was genau man beachten muss und wie du bei der Erstellung druckfertiger Daten auf Nummer Sicher gehen kannst, das klären wir in diesem Beitrag.
Farbmodus RGB
Das RGB Modell ist das wohl gängigste Modell, das liegt in der Natur der Sache, denn wie bereits erwähnt haben wir immer mit diesem Modell zutun, wenn wir eine Grafik am Computer erstellen, denn das RGB Modell kommt überall da zum Einsatz wo die Geräte an denen wir Grafiken erstellen mit Licht für die Farbdarstellung arbeiten.
Beim RGB Modell handelt es sich um additive Farbmischung, eine Mischung von Lichtfarben. Die Primärfarben dieses Modells sind Rot Grün und Blau.
- Leuchten jeweils nur zwei der drei Farben entstehen die Sekundärfarben Gelb, Magenta und Cyan
- Wenn alle drei Farben mit maximaler Kraft auf einem Punkt strahlen ergeben sie Weiß
- Schwarz entsteht, wenn kein Licht strahlt
Jede Farbe besitzt einen Kanal, mit insgesamt 256 möglichen Werten, von 0 für Schwarz bis 255 bei maximaler Kraft. Wir sprechen also bei dem RGB Modell von einer Farbtiefe von 8 Bit (2⁸ =256) da wir 3 Kanäle erhalten ergeben sich 16,7 Millionen Farben (256 x 256 x 256) – weit mehr als unser menschliches Auge unterscheiden kann.
Die Zahl der Abstufungen innerhalb eines Farbkanals wird in Bit gemessen. Je mehr Abstufungen vorhanden sind, desto mehr Helligkeitsstufen können dargestellt werden.
Farbmodus CMYK
Wer schonmal mit Druck zu tun hatte weiss, dass hier das CMYK-Farbmodell eingesetzt wird. Und damit sollte auch klar sein, dass es sich hierbei nicht um eine Mischung aus Licht handelt. Beim CMYK-Modell haben wir es mit der subtraktiven Farbmischung zutun und dies bedeutet, dass die verwendeten Farben nicht von selbst leuchten können.
CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Black (Key)
In der Theorie reichen Cyan, Magenta und Gelb aus um Schwarz im Druck zu erzeugen, allerdings nur in der Theorie und nicht in der Praxis. Die Farbe Schwarz wird auch deshalb zusätzlich verwendet um Kontrast und Tiefe zufriedenstellend darstellen zu können. Vor allem um die Helligkeit der Farbwerte zu steuern findet Schwarz im CMYK Modell Verwendung.
Wichtig für alle die aus schönen Grafiken am Monitor auch leuchtend schöne Drucke erzeugen wollen ist zu verstehen, dass wir im CMYK-Farbmodell bedeutend weniger Farben darstellen können, um dennoch authentische Drucke zu erzeugen ist es wichtig einen kurzen Ausflug in ein sehr technischen Bereich der Mediengestaltung zu machen, dem Thema der ICC-Profile und wie man mit Colormanagement böse Überraschungen vermeiden kann.
Technischer Hintergrund: Colormanagement
Jedes Gerät, mit dem wir arbeiten, arbeitet in einem eigenen Farbraum. Der Scanner ist in einem anderen als unser Smartphone und genauso wie unser Monitor & Drucker. Um in diesen “Jungle” Farben konsistent darzustellen (Farbtreue) brauchen wir das Colormanagement. Obwohl das Colormanagement beispielsweise in der Adobe Creative Suite recht zuverlässig funktioniert, kommt es trotzdem zu Problemen. Dass bei digitalen Grafiken unter Verwendung eines auf Licht basierten Farbmodells beim Bedrucken von Material mit Tinte Abweichungen entstehen, ist selbsterklärend.
Einen Farbraum kann man sich als eine Küche mit begrenzten Zutaten vorstellen, beim Colormanagement geht es darum, dass man in beiden Küchen mit verschiedenen Zutaten dasselbe Ergebnis kocht.
Vorgehen
Das Colormanagement ist eine Möglichkeit die Arbeitsumgebung (oder bei der Kommunikation mit der Druckerei) eine Sprache zu sprechen um vorhersehbare Ergebnisse zu erzielen.
Hierbei kommen ICC-Farbprofile zum Einsatz. Die gute Nachricht für deine Arbeit mit GO DTF ist, dass wir mit ISOcoatedv2 arbeiten, dieses Profil ist standardmäßig in vielen gängigen Grafikprogrammen vorinstalliert, sollte das bei dir nicht der Fall sein kannst du das Profil hier downloaden.
Wichtig ist, dass man beim exportieren auch bei der Ausgabe das eben genannte Farbprofil angibt. Wir empfehlen für die Arbeit am Computer das Adobe RGB Farbprofil und für die Ausgabe (CMYK) das ICC-Profil ISOcoatedv2.
Wie das beispielsweise in Corel Draw aussieht sieht man unten im Bild.
So sieht das Fenster zur Einstellung der Ein- & Ausgabeprofile in Corel aus, für Illustrator (o.ä.) Anwender sollte das Fenster und die Option ähnlich heißen.
Nummer Sicher
Unser Grafikteam steht bei allen offenen Fragen rund um das Thema Farben und Farbverwaltung für dich zur Verfügung auch wie du das richtige Profil für dein Grafikprogramm einrichtest, wenn du vorab eine Farbkarte brauchst um abzuschätzen wie gängige CMYK-Farbwerte bei uns umgesetzt werden, kannst du hier deine Mustermappe ordern, diese enthält eine Farbkarte!
